Das kalte Herz - Die Neuverfilmung jetzt in deutschen Kinos

Am Sonntag habe ich mir "Das kalte Herz" angeschaut, in einem Münchener Kino - und auch einem kurzen Gespräch mit Regisseur Johannes Naber beigewohnt.

Mein Prädikat für den Film: Uneingeschränkt empfehlenswert!

Das 1827 erstmals erschienene Märchen von Wilhelm Hauff wurde in diesem Film sehr zeitgemäß, dicht und leicht abgewandelt verfilmt. Die Rollen der Frauen wurden zum Beispiel, dem Original gegenüber, erweitert und Elemente aus anderen Kulturen herangezogen. Dies hebt das Märchen und dessen klaren Bezug zur Zeit des beginnenden Kapitalismus, sehr angenehm aus der Historie und dem rein deutschen Kontext heraus. Geschichtlich geprägte Seherwartungen werden nur teilweise erfüllt. Für mich ist das sehr stimmig und sehr gut gelungen.

Falls dem einen oder anderen dann doch die Frage unter den Nägeln brennt: Wusste ich schon,  als ich im Juni meinen Beitrag über "Das kalte Herz" schrieb, dass demnächst eine Neuverfilmung dieses Märchens in die Kinos kommt? Nein, wusste ich nicht. Diese Koninzidenz traf auch mich vor wenigen Tagen gänzlich unvorbereitet.

Mir zeigt diese "Synchronizität" (wie C.G. Jung das auch nennen würde), dass auch anderen Menschen genau dieses Märchen ähnlich stark ins Knochenmark und Unterbewusste gegangen ist, wie mir und im Stillen lange begleitet hat.

Ob nun "antimaterialistisch", "antikapitalistisch", "naturalistisch" oder "spirituell" - egal, wie wir die Botschaft der Geschichte und des Films nennen: Sie erschüttert offenbar immer noch unvermindert unsere Herzen.

Einfach ins Kino gehen, sehen, hören, fühlen - und die tolle Besetzung genießen :-)


Danke für diesen Film.

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