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Es werden Posts vom Oktober, 2016 angezeigt.

Das kalte Herz - Die Neuverfilmung jetzt in deutschen Kinos

Am Sonntag habe ich mir "Das kalte Herz" angeschaut, in einem Münchener Kino - und auch einem kurzen Gespräch mit Regisseur Johannes Naber beigewohnt.

Mein Prädikat für den Film: Uneingeschränkt empfehlenswert!

Das 1827 erstmals erschienene Märchen von Wilhelm Hauff wurde in diesem Film sehr zeitgemäß, dicht und leicht abgewandelt verfilmt. Die Rollen der Frauen wurden zum Beispiel, dem Original gegenüber, erweitert und Elemente aus anderen Kulturen herangezogen. Dies hebt das Märchen und dessen klaren Bezug zur Zeit des beginnenden Kapitalismus, sehr angenehm aus der Historie und dem rein deutschen Kontext heraus. Geschichtlich geprägte Seherwartungen werden nur teilweise erfüllt. Für mich ist das sehr stimmig und sehr gut gelungen.

Falls dem einen oder anderen dann doch die Frage unter den Nägeln brennt: Wusste ich schon,  als ich im Juni meinen Beitrag über "Das kalte Herz" schrieb, dass demnächst eine Neuverfilmung dieses Märchens in die Kinos kommt? Nein, wus…

Ernüchterung als Vorbote des Handelns

Bin ich wirklich zu weit gegangen, indem ich schrieb, was sich richtig anfühlte? Wer oder was ist es denn, der dieses Urteil fällt, was »zu weit« oder »nicht weit« ist? Wo positioniere ich mich, wenn ich »zu weit« als Wahrheit akzeptiere? Und wo stehe ich, wenn ich diese Position aufgebe? Außerhalb der Wahrheit? Oder nur außerhalb dieser spezifischen Realität eines, auf bestimmte Art und Weise definierten Bezugsrahmens? Wo fängt dieser Rahmen an und wo hört er auf?

Und - letztlich die Wichtigste aller Fragen: Was hat das alles mit mir zu tun?


Ja, das sind philosophische Fragen, die auch Immanuel Kant sicher gut geheißen hätte. Er, als Verfechter der  so genannten »reinen Vernunft«, die letztlich unser Abendland so zielsicher eroberte, irgendwann über die Stränge schlug und »zu weit« ging. Ja. Dieses in diesem Kontext geäußerte »zu weit« definiere ich. Einer mag dieser Definition folgen, der andere dies vollkommen anders sehen.

Wenn das eigene Herz bei der Sache ist, so hat es uns allen…

Das verlorene Imperium - oder die Macht der Bilder

Die letzten Beiträge zu verfassen, ist mir schwergefallen. Ich quälte mich selten so, alles Wahrgenommene schreibend offenzulegen. Obgleich ich wusste, ich muss es tun, fühlte ich mich permanent so, als ginge ich zu weit. Und das alles nur, weil ich mir erlaubte, über die Geisteshaltung des »verlorenen Imperiums« zu schreiben. Des verlorenen und verborgenen Imperiums meines innigsten Herzens.

So viele äußere Imperien sind entstanden und wieder vergangen. Die Geschichte ist voll davon und viele gerieten in Vergessenheit. Einige ihrer gesellschaftlichen, kulturellen Errungenschaften blieben erhalten und begleiten uns bis heute, alles andere zerfiel zu Staub.

Jene, die sie aufbauten, waren stets äußerst geschickt darin, diese auf bestimmten Heldenmythen und Legenden zu gründen. Etwas oder jemand wurde verherrlicht und mit überirdischen Befugnissen versehen. Und alle lagen diesem Helden zu Füssen, sich treu ergebend und setzten seine Wünsche und Ziele in allen Lebensbereichen um.

Jeder,…