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Es werden Posts vom Mai, 2016 angezeigt.

Die Bedeutung inneren Friedens

Wenn ich von Balance, von Ausgewogenheit schreibe, dann meine ich auch Ausgeglichenheit. Ausgeglichenheit, die ich auch »innerer Frieden« nennen könnte. Letztlich ist das ein großes, großes Ziel, auf dem Pfad. Und ich erreiche es nur, wenn ich mich selbst in- und auswendig kenne.

Mich kennen zu lernen, das war schon sehr früh mein Wunsch, als ich nach einiger Zeit der Meditation erkannte, wie wenig von mir eigentlich nach außen dringt, wie ich nach Außen hin agiere als ein von Konventionen, Verhaltensmustern, Erwartungshaltungen, Ängsten und Wünschen anderer bestimmtes Wesen. Ein Wesen, was ich nicht als »Ich« empfand.

Vor Jahren traf mich ein tiefes Entsetzen über diese plötzlich auftauchende Erkenntnis, dass das, was ich liebe, zu sein, in mir drin völlig verschüttet zu sein schien, dass es weder atmete, noch spross, noch etwas zum Leben beitrug.
Eine lange Zeit des Erforschens, Ausprobierens und Verstehens folgte damals. Eine Zeit des mich Beschreibens, des Spiegelns in meinen Noti…

Die Relevanz persönlichen Glücks auf dem Pfad

Das ist es, was ich von Buddha Shakyamuni erfuhr: Er lernte in den sechs Jahren seines Ausprobierens viele spirituelle Gruppierungen kennen, die extreme Praktiken und extremen Verzicht in den Mittelpunkt stellten. Und er ging seines eigenen Weges, weil er sie als nicht zielführend erkannte. Wenn ich vom "Mittelweg" höre, der im Buddhismus eine große Rolle spielt und der die letztliche Erkenntnis Buddha Shakyamunis transportiert, dann assoziiere ich Begriffe wie "Ausgewogenheit", "Gleichgewicht", "Jenseits aller Extreme". Dies ist ein ganzheitlicher Ansatz, der alle Aspekte des Seins ausbalanciert.  

Dazu gehören auch die eigenen Bedürfnisse, körperlicher, psychischer und spiritueller Natur.

Als ich mich ein wenig mit dem Vinaya befasste, lernte ich einiges über die Wichtigkeit und Wirksamkeit von Gelübden. Und ich denke heute oft, dass es viel leichter ist, in das extreme Befolgen aller dieser Regeln zu fallen, als sich wirklich auszubalanciere…