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Es werden Posts vom Oktober, 2015 angezeigt.

"Cross the border, close the gap"

Heute kommt der Titel meines Blogs nicht von mir, sondern von Leslie Fiedler, der einst die literarische Postmoderne ausrief. Und die Postmoderne spielte eine große Rolle für mich, als ich Literaturwissenschaft und Kulturwissenschaften studierte. Selbst wenn die sogenannte Postmoderne meines Wissens nicht allzu viel Folgen hatte, so hinterließ sie doch Spuren in meiner Welt.

Gerade dieser programmatische Titel hat sich im Laufe der Zeit quasi zu meinem Lebensmotto entwickelt. Unwillentlich, aber stetig. Und so platziere ich ihn hier, weil er einem Aufruf ähnelt, einer Ermunterung an mich selbst, beim status quo nicht stehenbleiben zu wollen
.

Nachdem ich vor etlichen Jahren mein Studium beendete, stürzte ich in eine herbe Identitätskrise. So sehr ich gehofft hatte, dass ich im Zuge des Studiums die Orientierung finden würde, die meinen Lebensplan offenbaren und mich entschlossen dem Horizont entgegen gehen lassen würde, so sehr entpuppte sich das ganze Gegenteil.

Teil meiner Welt ist s…

Das persönliche Drama und der Weg

Das, was uns am meisten im Leben motiviert und zugleich Leiden schafft, gründet meiner Wahrnehmung nach in einem ganz persönlichen Drama. Selbst wenn wir uns hehren Zielen widmen, tun wir das aus persönlich schmerzhafter Erfahrung. Gerade dann bleiben wir hartnäckig dabei und sind bereit, trotz vieler Hindernisse den Weg zu unserem Ziel hin, fortzusetzen.

Ich versuche sehr sachlich meinen Weg zu gehen, versuche mich nicht allein von den Folgen eines emotionalen Disasters leiten zu lassen und die ausgewogene Mitte zu finden. Doch gerade dann, wenn ich meinen Herzensweg ein wenig aus den Augen verliere oder von ihm abgelenkt werde, obwohl ich das nicht möchte, spüre ich die Rückkehr des Dramas. Und das ist gut so.

Denn weil ich litt und immer noch leide, traf ich die Entscheidung zu meinem Herzensweg. Und weil ich litt und leide, wünsche ich so sehr, den Herzensweg zum Ende meines Leidens durchzuhalten, komme, was wolle. Und weil ich Leid so gut kenne, wünsche ich, niemand leiden zu se…