Posts

Es werden Posts vom Oktober, 2014 angezeigt.

Dem weiten Horizont entgegen

Mir über meine eigenen Motive klar werdend, beginne ich allmählich, die Zukunft nicht als etwas Festgelegtes, sondern als offen zu sehen. Und von dieser neuen, unvermuteten Offenheit ausgehend, setze ich bewusster und gezielter einen Fuß vor den anderen, dem weiten Horizont entgegen.

Fremdbestimmung ließ mich bisher das Gegenteil fühlen: Alles war schon geregelt, bevor ich es überhaupt erkannt habe. Alles war schon vorbestimmt, obwohl ich noch nichts davon wusste.


Bisher liefen meine Wünsche und Motive stets gegen Wände. Sie widersprachen dem, was das Leben mir an Möglichkeiten zu bieten schien und ich hatte vollständig meine Macht, über mein Leben zu entscheiden, abgegeben. Ohne zu wissen, an wen.

Wenn du einmal konsequent prüfst, wer oder was im Moment Macht über dein Leben hat, so wirst du seltsamerweise niemanden ausmachen können. Da gibt es letztlich keine konkrete Person, auf die du mit dem Finger zeigen kannst. Und das ist das Verrückte daran und provoziert sogleich die berecht…

An der Grenze des Machbaren

Früher habe ich mich nicht für meine Bedürfnisse eingesetzt. Das konnte ich nicht, weil ich sie nicht kannte. Niemand hatte mir beigebracht, was Bedürfnisse sind, wie ich meine ganz persönlichen Bedürfnisse erkenne und warum es natürlich ist, sie zu würdigen. Doch die Jahre an der Grenze meiner Ressourcen lehrten mich all dies.

Zuvor lebte ich nach dem "du musst...", "du sollst...", "das gehört sich so..." und "wenn du ein guter Buddhist bist, dann...".

Wer immer auch an die Grenze seiner Kräfte kommt, weil die sonst gewohnten Gegebenheiten und Umstände wegbrachen, weil man auf sich allein gestellt ist oder weil es jemanden gibt, der gerade sein eigenes Gleichgewicht verliert, wird die Erfahrung machen, wie wenig diese Regeln wert sind. Im echten Leben.
Alle Fremdbestimmung und alle Regeln, von denen ich sprach und die meiner Erfahrung nach nichts mit unserem wahren Kern und Herzen zu tun haben, sind gut gedacht. Aber sie sind gedacht. Sie wurd…

Hilflose Helfer und falsche Märtyrer

Eine gute Freundin etliche Jahre durch die Zeit ihrer ersten Verwirrung zu begleiten, war für mich eine große Herausforderung. Denn ich hatte selbst noch nicht alles verarbeitet, was nach meiner Entscheidung des Herzens aus mir alles hervor gekrochen kam. Zugleich suchte sie nach Halt und Hilfe. Und sie damit allein zu lassen, verbot sich für mich von selbst. Zu genau wusste ich, was das alles mit mir im Innern machte, als dass ich ihre Verwirrung hätte ignorieren können.

Ich war einige Jahre also in permanentem Unwissen, wer ich bin und wohin die Reise geht, zugleich erinnerte ich eine Freundin immer wieder daran, dass ihr Herz dennoch verlässlich ist. Und indem ich sie erinnerte, erinnerte ich mich.

Diese Jahre waren extrem und zugleich extrem lehrreich. Sie konfrontierten mich damit, was es heißt, für andere eine Hilfe zu sein, ohne mich selbst zur Märtyrerin zu machen. Diese Jahre zwangen mich dazu, immer auch auf mein persönliches Gleichgewicht zu achten. Nicht immer gelang das u…

Sanfte Güte und innere Gewissheit

Sanfte Güte und innere Gewissheit - dies ist der Weg des Herzens. Oder buddhistisch formuliert: Liebe und Weisheit - das ist der Weg Buddhas. Und Buddha hat nichts anderes gemacht, als diesen Weg durch sich selbst zu gehen. Durch sich selbst, meint, dass er ihn in seinem Körper, im eigenen Tun, im eigenen Geist ging. Er gründete keine Religion, sondern vermittelte anderen aus dem Fundus eigens gemachter Erfahrung, wie sie innerlich frei werden.

Der Weg des Herzens ist immer individuell. Er lässt sich den Gesetzen nach, dem er folgt, sicher verallgemeinern. Sonst könntest du dich in deinem inneren Erleben nicht in manchen meiner Blogbeiträge wiedererkennen. Doch die Erfahrungen, die du machst und die Erlebnisse, die du brauchst, um deinen Weg zu gehen, sind immer persönlich, individuell erlebt und daher nicht verallgemeinerbar.


Deshalb ist Religion oft trügerisch. Sie verleitet uns allzu oft dazu, zu denken: Wenn ich diese und jene Regeln einhalte, bin ich aus dem Schneider und auf der…

Im Nebel der ersten Verwirrung

Die Veränderungen im Außen, die du eventuell einleiten wirst, verändern dich. Das ist ein intensives Wechselspiel - und das muss es auch sein, willst du wachsen.

Doch der Mensch ist ein Gewohnheitstier. So wirst du manche Veränderung als sehr schmerzhaft erleben und dich des öfteren fragen: Will ich das alles wirklich wissen? Will ich das alles sehen und spüren? Denn die intensivste Veränderung, die du durchmachen wirst, ist die deiner Wahrnehmung.


Vielleicht hast du bisher schon Vieles von dem Unerträglichen, dass dein Herz in die Fremde treibt, registriert. Weil du aber nicht wusstest, was du mit allen diesen Informationen anfangen solltest, hast du sie einfach mental beiseite geschoben. Auch das können wir Menschen gut. Diese Informationen brodeln irgendwo in dir. Und zunehmend wirst du mehr Kraft benötigen, um den Deckel fest auf diesem brodelnden Topf zu halten.

Manchmal kann es passieren, dass dir im unpassendsten Moment alles um die Ohren fliegt.

Energien kontrolliert zu leiten,…