Posts

Es werden Posts vom September, 2013 angezeigt.

Deine persönliche Unio Mystica*

Den Weg, dem ich alles, was ich bin und habe, dargebracht habe, habe ich immer als meinen ganz persönlichen Weg angenommen. Manchmal widerwillig, manchmal voller Zuversicht und Mut. Alles lasse ich durch mein eigenes Herz gehen, habe es also so dicht an mich herangelassen, dass es mich berühren konnte.

Und wenn du auf deiner Reise bisher niemals tief bis ins Mark getroffen und erschüttert wurdest - ganz intim und persönlich, dann gehst du weder einen Weg, noch bist du richtig am Leben.

Denn wie will sich etwas in dir transformieren und dich zum Höchsten und Besten erheben, was du dir jemals vorstellen konntest, zu sein, wenn du es nicht die Pforte deines Herzens passieren lässt? Wenn du nicht zulässt, dass dich die Berührung mit sich in ungeahnte, doch ersehnte Tiefen reißt? Wenn dir diese Berührung nicht Zugang gewährt, zu bisher unbekannten Räumen, letzten Endes zu diesem größten, einen, allumfassenden Raum, der der Urgrund und die größte Vollendung deines Herzens ist?

Wenn du diese…

Im freien Fall

In den letzten zehn Jahren sind viele Ereignisse und Kenntnisse über mich hereingebrochen, mit denen ich niemals gerechnet habe. So harmlos begann ich, viele Wünsche dafür zu sprechen, dass ich das Beste aus mir heraushole, sei es an Liebe, an Fürsorge oder an anderen Fähigkeiten, die in meinem Herzen schlummerten.
Harmlos begann es, dass ich zuerst noch meinte, es sei ein Spaziergang.  Doch damals hatte ich die Gesetzmäßigkeiten noch nicht verstanden. Die Gesetze, die in der größtmöglichen Entfaltung eines jeden Potentials liegen. 

So oft es auch beschrieben wurde, in vielen Mythen und Legenden, so meinte ich, das alles wären einfach nur Geschichten. Ihr wisst schon: von der Odyssee zum Beispiel, von der Reise des Helden, bla bla. All dieser Kram, dass man - um es europäisch zu halten - einen Drachen besiegen muss, um in voller Reinheit und Größe dazustehen. Oder dass der graue Gandalf sich dem Balrog endlich stellen muss, um der weiße Gandalf zu werden!

Alles das, so dachte ich, hätte…

Im Auge des Hurricanes

Mein Herz, wenn ich dir sage, dass alles gut ist - obwohl es zerbricht: Glaubst du mir dann? Ich sehe die Angst in deinen Augen flattern, während ich dich das frage.

Wir treffen uns hier, in unseren Ängsten: Ich ängstige mich, dass du nicht genug vertraust, um dem, was kommt, offen zu begegnen. Und du hast Angst, geschehen zu lassen, was geschehen will.

Indem ich mich dir zuwende, will ich vertrauen: In dich, in die Kraft deines Herzens und das Versprechen, das darin beschlossen liegt. Jenes Ehrenwort, dem ich heute nur Worte und Stimme gebe. Das du dir selbst gegeben hast. Vor Urzeiten schon.

Vielleicht ergreifst auch du den Anker des Vertrauens und hakst ihn fest, im Auge des Hurricanes. Denn dort, in der Mitte unserer Herzen, bleiben wir frei von Angst und haben Zugang, zu allem: dem Neuen, dem Guten, dem Wahren.

Bemerkst du die Stille, die dort herrscht? Oder hörst du noch deinen Ängsten zu?

Du spürst irgendwann dein Herz. Es sagt: Alles muss zerbrechen, weil du sonst weiter ein ink…

Die wahre Beendigung des Leids

Etliche Jahre meines Lebens verbrachte ich damit, mir Vorwürfe zu machen, weil ich insgeheim um etwas trauere. Ich meinte, das sei nicht normal. Und ich müsste so sein, wie andere, wenn etwas Rechtes aus mir werden sollte. 

Ich konnte mir nicht erklären, warum ich unter gewissen Umständen mich so schrecklich zu fühlen begann, dass ich weinen musste. Und weil ich es mir nicht erklären konnte, woher diese Trauer und dieser Kummer so plötzlich gekrochen kam, ließ ich es vor mir nicht gelten und zensierte mich dafür. 

Dies aufgegeben zu haben und stattdessen zu ergründen, was mich innerlich so traurig macht, war mein erster bewusster Schritt zum Beenden meines Leids.

Als Kind hatte ich schon immer ein sonniges Gemüt. Ich plapperte, sang und lachte fröhlich vor mich hin - und das den ganzen Tag. Und noch heute lache ich viel, wenn es möglich ist.

Doch ebenso entdeckte ich als Kind auch diese andere Seite: Im Stillen und für mich habe ich viel geweint.

Manchmal sank ich tief in mir hinab…