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Es werden Posts vom Juli, 2013 angezeigt.

Vertrauen - oder die Kunst, ein Etage höher anzuklopfen

Auf Arbeit gibt es eine Regel: Wenn du irgendetwas klären, ändern oder dich weiterentwickeln möchtest, wende dich an deinen Vorgesetzten. Und weiter gilt: Wenn du nach wiederholter Ansprache bei deinem Vorgesetzten nichts erreichst oder sogar das Gefühl hast, er geht überhaupt nicht auf dich ein und blockiert oder ist nicht da - dann wende dich an dessen Vorgesetzten.

Ich muss zugeben, dass diese Regel in Sachen Spiritualität anzuwenden, in unseren Breiten etwas Fantasie - oder Vertrauen - erfordert, aber es ist möglich.


Denn, was mich betrifft, so ist mein Wurzellehrer seit geraumer Zeit nicht mehr unter uns und dessen menschlicher Vorgesetzter... ebenfalls nicht.

Oft sage ich, ich wohne in einem so genannten "abgelegenen Grenzland", wo die tibetisch-buddhistischen Dharmalehrer nicht gerade dicht gesät sind - und es ist nicht empfehlenswert, sich in Ermangelung einer großen Wahl dem nächstbesten Lehrer zu Füßen zu werfen. Schon gar nicht aus dem alleinigen Grund, weil dieser…

Was uns bleibt... what remains to us...

Das allerhöchste Glück
dem Schlamm ganz zu entwachsen
ist Gabe der Blüte 
Nun solange schon
suchend nach Nahrung fürs Herz
verging deine Schönheit
Inmitten der Zeit
suche ich das, was uns bleibt
verblühter Lotus

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the ultimate luck
to fully grow out of mud
dowry of the bud 


So long already
looking for food for the heart
passed your beauty


Amidst the time
I seek that which remains to us
withered lotus


Karma... Damokles-Schwert? ...Excalibur?

Was meine Geduld oft strapaziert, ist das Konzept von "Karma". Hier meine ich, wie so oft, die landläufige Deutung des Begriffs "Karma".

Dieser Begriff wird als Zuschreibung oder Waffe benutzt. Türen in dir und anderen werden damit fest verschlossen, statt geöffnet - und Herzen vergiftet. Dabei müssten oft im eigenen Geist wichtige, auch dunkle Zimmer betreten werden, um sie mit Licht zu fluten. Jemandem zu sagen - und sei es zu einem selbst - "Das ist halt dein/mein Karma", baut stattdessen unnütze Hindernisse auf dem Weg zur Heilung auf.


Den Begriff "Karma" so zu gebrauchen, nährt das Ego. Hier meine ich jetzt jenen Aspekt, der Minderwertigkeitskomplexe hat. Jener Aspekt, der sich selbst seine angeblich eigene Unfähigkeit, sein Unvermögen, sein unglückliches Leben und erschwerende Umstände nicht verzeiht.

Eine solche Verwendung des Begriffs ist wie ein Giftpfeil, den wir in die eigene Seele senken und tiefer und tiefer bohren. Ganz sicher werden …

Heilung = Erleuchtung

Es ist ungeheuer wichtig, dass du heilst. Tust du es nicht, wird ein Teil der Weite, die du im Herzen wirklich bist, für dich und andere verschlossen bleiben.

Diese Weite, die sich mit allem zu verbinden und allem zu öffnen vermag.

Die alles umarmen kann und somit zur Ruhe finden lässt.

Die allumfassende Liebe ist und alle Phänomene zutiefst versteht.

Heilung ist Erleuchtung. Heilung ist ein Synonym für Erleuchtung. Daher möchte ich, dass du aufhörst, dich als durch deine Wunden nicht zur Erleuchtung fähig zu fühlen. Erleuchtung ist das, was geschieht, während du innerlich nach und nach heilst.

Ja, es gibt dieses Gleichnis vom Buddha, der der wahre Arzt ist und vom Dharma, als wahre Medizin. Doch solche Gleichnisse können manchmal so hölzern und blutleer daher kommen, wenn du selbst so viele deiner Wunden spürst.

Oft wird von Glückseligkeit gesprochen, die ebenfalls Ausdruck erfolgreicher Heilung ist. Doch du bist oft erfüllt von unendlicher Traurigkeit, weil du spürst, wie deine L…

Absurde Intention

Immer wenn ich auf eine Anhöhe gelange, tut sich vor mir das nächste Tal auf. Ganz selten nur wandle ich eine zeitlang auf einer kleinen Hochebene... irgendwann geht es unweigerlich wieder hinab.

Wenn das ein Gesetz ist, so meint Gesetz hier: Es ist etwas Normales, Natürliches. Dieses Wollen aber, dass es immer bergauf oder doch immer im gleichen Zustand - und dabei möglichst "gut" bleiben möge, ist frommer Wunsch. Ein Wunsch, den lange zu hegen ungesund ist.


Du weißt nie, was dich im nächsten Tal erwartet. Welches Klima wird dort herrschen?, fragst du dich, dort, auf der Anhöhe. Was für Hindernisse erwarten mich? Und wie lange werde ich brauchen, um es zu durchqueren?

Die wichtigste Frage auf deiner Reise aber ist: Warum bist du unterwegs? Und wohin willst du?
Denn das Unterwegssein einfach nur unter dem Aspekt des möglichst schnellen Durchquerens eines Tales zu sehen - um bald wieder auf einer Anhöhe zu sein, schmeckt schal in meinem Mund. Wie siehst du das?


In eines jeden M…

Jeder Gedanke - ein fühlendes Wesen

Wenn du feststeckst, wenn du keine Fortschritte machst, wenn du mit dir selbst ringst, als dich innerlich freier zu fühlen - dann kann es hoch an der Zeit sein, die Perspektive zu ändern.

In Wahrheit geht es immer irgendwie weiter und voran und es gibt immer eine neue Herausforderung, auf dem Weg zum eigenen Herzen. Und die größte Herausforderung ist immer die Beste. Also ist das Empfinden, nicht voranzukommen, genau das Hindernis, um das es momentan geht.

Wie wäre es, wenn du alles einmal auf den Kopf stellst: Was du über dich denkst, wo du glaubst, gerade zu stehen, was du glaubst, gerade zu brauchen, worüber du glaubst, nicht hinwegzukommen, was du annimmst, niemals zu schaffen. Nimm alle diese Zuschreibungen - denn die bilden den Käfig, in dem du dich im Moment gefangen fühlst. Schreibe sie auf und schaue sie dir ganz genau an
.

Hilfreich dafür ist, wenn du versuchst, genau dessen Gegenteil für ebenso potentiell wahr zu halten. Versuche einmal, ganz offen zu sein und zu denken: Mi…