Ich bin wieder da!

Lange Zeit war ich jetzt weitesgehend internetabstinent, habe mich aus der Welt des Bloggens, des Facebookens, des Twitterns ferngehalten... Indes, es fehlt mir etwas. Weniger, dass ich bei anderen lese, weniger, dass ich von anderen erfahre... Vielmehr, dass ich teile. Ein paar Gedanken, Empfindungen, Erkenntnisse einfach zu verschenken, in die Welt der Bits und Bytes zu schicken und mir vorzustellen, dass sie irgendjemandes Herz berühren... dies ist es, was ich vermisse. Nicht mehr und nicht weniger. Dafür ist Blogschreiben genau das Richtige.

Also bin ich wieder da, lasse kurz Revue passieren, was denn in den letzten Monaten geschah. Doch ich kann es nicht fassen und festschreiben, nicht auf ein paar Zeilen herunterbrechen. Ich finde nur ein paar Stichworte: Großer Kraftaufwand... einige äußere Veränderungen... fortwährende innere. Immer noch lebe ich im Gefühl, eine Nomadin durch Raum und Zeit zu sein, mich nirgendwo genau verorten zu können und doch immer wieder in der Stille des eigenen Raums findend. Manchmal bin ich verloren, im Gefühl, mich nicht festschreiben zu können, nein, manchmal verloren im Wissen, dies gar nicht zu wollen. Mich irritiert diese Konturlosigkeit, obgleich ich weiß, dass sie das einzig wahre Ich-Gefühl ist. Zu oft nicke ich noch innerlich dazu, dass die Welt da draußen fordert, klar umrissen, definiert und zielgesteuert zu sein. Doch innerlich führe ich fortwährend die Gegenbewegung aus.

Ja. Dies ist ein großer Wunsch, der mich wohl durch die Zeit begleiten wird: Mich loslassen zu können, in all den Festschreibungen und Urteilen und es andererseits auch unbeschadet anderen überlassen zu können, dass sie dies dennoch versuchen werden und vielleicht auch, einen Moment lang, tatsächlich vermögen... Gerade gegen Letzteres sträubte ich mich oft und gerne, lief lieber davon, innerlich, wenn ich spürte, da wollte mich jemand auf etwas herunterbrechen, was ich höchstens zu einem Bruchteil bin, um mich damit an eine imaginäre Leine zu legen...

Euch lade ich hiermit wieder zu neuen Abenteuern ein, die der innere Raum uns eröffnet. Dazu, im Fluss zu sein und sich den inneren Diamanten drehen zu lassen, mal diese, mal jene Facette zeigend und, ihnen nachspürend, doch etwas wie ein Inneres, eine Kontinuität erahnend, das starre Leben aufzubrechen. Um ab und an, vielleicht irgendwann für immer, frei atmen zu können... Mitunter muss er, der Diamant, der ein jeder von uns im tiefsten Innern ist, noch poliert werden, mitunter lassen sich manche zur brillanten Spiegelung und Lichtbrechung geeignete Facetten erst nur erahnen, brauchen Geduld, Feingefühl und Nachhaltigkeit, um makellos und rein zu werden... Manchmal geben wir zu früh auf, lassen uns selbst fallen, verlieren die Contenance und würdigen uns selbst in unserem wahren Herzen nicht... Alles dies, alle diese Bewegungen in Raum und Zeit machen letztlich für mich, das wahre, intensiv gespürte, liebkoste und verehrte Leben aus, das für mich zu nichts Geringerem zu gereichen scheint, als wahr, echt, offen und allen Wesen zugewandt zu sein.

Ich hoffe und wünsche sehr, dass wir uns wiederlesen, in nächster Zeit!
Herzlichst
Josephine

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