Umarmung zum Jahresende

inmitten der Einöde
täglichen Mühens
Innehaltend

mich meiner selbst
vergewissernd

loslassen

auch das Jahr

und was ich plante
wünschte
erhoffte

was zerbrach
was nicht gelang

was liegen blieb
oder sein musste

was nicht abwendbar war

in diesem Jahr

loslassen

um dann sachte forschend
sich anzunähern

an das
was stattdessen zu mir kam

was blieb
was Kraft gewann

was ich nicht aufgab

was mir teuer blieb
und lieb

mich dem Raum öffnend
der ich wirklich bin

manchmal dunkel und still

manchmal bunt schillernd
voller Farbgewalt

voller Spiel und Freude

dafür nutz ich diese Tage

mögen diese Tage
euch allen eine herzliche Umarmung wert sein

Nicht nur der anderen 
Sondern vor allem eine Umarmung für Euch selbst

in Würde
Anteilnahme
in stiller Fürsprache
für das

was ihr im Herzen seid

in tiefster Bejahung
dieses Geheimnisses
der Wahrheit
des Lichts

was ihr seid

selbst dann, wenn ihr denkt
es wäre nötig, es sein zu wollen
obwohl ihr es schon seid
ob gewollt oder nicht

oder künstlich sich anstrengend
sein zu müssen
um nicht von alten Dämonen
eingeholt zu werden

Möget ihr alles Gewicht
was diese bedeutungsschwangeren Tage
eigentlich wirklich mit sich

oder zu Bewusstsein bringen

in diese Umarmung hinein
auflösen

und mögt ihr federleicht hinüber wandern
über diese willkürlich gezogene Grenze
zwischen Jetzt und Jetzt

in diesem Moment der Umarmung
kann alles aufgehoben
alles bereinigt und alles geborgen werden

In diesem Moment des herzlichen bei Euch Seins
jenseits der Zeit
mögt ihr selbstbefreit sein
auf immer

Ja, mögen wir alle, in diesem Herzmoment
warmer Selbst-Umarmung
jetzt und hier
endgültig
befreit sein
in die Natur
unseres wahren Herzens
So sei es
Herzlich, Eure Josephine

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Bedeutung, Begeisterung, Selbstwirksamkeit

Die Bedeutung des Fühlens

Konsens oder das Gesetz des Stärkeren?